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Notruf & Alarmierung

Jeder kann mal in eine Lage kommen, in der er auf die Hilfe von Feuerwehr, Rettungsdienst oder anderen Hilfsorganiosationen angewiesen ist. Wir hoffen natürlich, dass Sie niemals in eine solche Lage kommen, wenn aber doch, ist es gut zu wissen, wie man einen korrekten Notruf absetzt.

 

Der europaweite Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst!

 

 

Wer ruft an?
Nennen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer

 

Wo wird die Feuerwehr / der Rettungsdienst benötigt?
Nennen Sie bitte Ort, Straße, Hausnummer, Etage des Einsatzortes

 

Was ist passiert?
z. B. Feuer, Verkehrsunfall, medizinischer Notfall etc.

 

Wie ist es passiert?
Sind Menschen oder Tiere in Gefahr oder verletzt?

 

Warten auf Rückfragen!
Legen Sie nicht auf, der Leitstellen-Disponent hat evtl. noch Fragen.
Die Leitstelle beendet das Gespräch!

 

 

Notruf für Hör- und Sprachgeschädigte

In der "Kooperativen Regionalleitstelle West" (KRLS) der Kreise Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen in Elmshorn besteht für Menschen mit Hör- und Sprachschädigung die Möglichkeit, Hilfe per Fax über die Notrufnummer 112 anzufordern.

 

Wenn Sie nicht aus dem Zuständigkeitsbereich der IRLS Elmshorn kommen, können Sie sich unter http://www.notfall-telefax112.de über die Fax-Notruf-Nummer Ihrer Region informieren, da nicht alle Leitstellen für den Faxempfang über die 112 ausgerüstet sind. Nachfolgend finden Sie einen Faxvordruck in Deutsch als Acrobat-PDF, den Sie sich ausdrucken können. Am besten gleich mit Ihren persönlichen Daten ausfüllen und neben Ihr Faxgerät legen - dann haben Sie ihn für den Fall der Fälle immer griffbereit. Weitere Vordrucke in anderen Sprachen finden Sie ebenfalls auf der oben angegebenen Internet-Seite.

 

Notruf-Fax-Vordruck (zum Öffnen benötigen Sie den kostenlosen Adobe Reader)

 

Ist der Notruf erst einmal abgesetzt, werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Ihnen schnellstmöglich Hilfe zukommen zu lassen. Doch was passiert eigentlich genau nach dem Notruf, welcher für die schleswig-holsteinischen Landkreise Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen bei der 2001 eingeweihten "Kooperativen Regionalleitstelle West" in Elmshorn aufläuft?

 

Zunächst einmal muss der Leitstellen-Disponent die Lage bewerten und die entsprechenden Organisationen alarmieren. Unterstützt wird er durch ein umfangreiches EDV-System, in welchem beispielsweise für die einzelnen Wehren die entsprechenden Alarmordnungen hinterlegt sind.

Blick in die Leitstelle West in Elmshorn - hier werden die Notrufe für Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr in den Landkreisen  Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen sowie Segeberg (Polizei) kordiniert. (Foto: Frank Gebauer / KRLS West)

Handelt es sich bei dem Einsatz beispielsweise um ein größeres Feuer, welches eventuell sogar Menschenleben bedroht, wird dem Disponenten der Computer z.B. vorschlagen, nicht nur eine Alarmierungsschleife der örtlichen Feuerwehr zu alarmieren, sondern Vollalarm auszulösen oder eventuell sogar Nachbarwehren mitzualarmieren. Der Disponent kann diesen Vorschlag natürlich zu jedem Zeitpunkt selbständig erweitern, wenn er der Meinung ist, das die vorhandenen Kräfte und Mittel nicht ausreichen.


Zusätzlich werden vielleicht noch andere Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst, THW oder private Unternehmen (Kran, Abschleppdienst, Radlader, Chemikalien-Firma, Gas- oder Wasserversorger etc.) benötigt.

 

    
Läuft bei der Leitstelle ein Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Seester auf, werden -je nach Einsatzlage- eine oder mehrere Funkmelder-Schleifen durch die sog. "Pieper" alarmiert. Jeder aktive Feuerwehrmann in Seester ist mit einem Digitalen Meldeempfänger (DME) ausgestattet, den er Tag und Nacht bei sich zu führen hat. Zeitgleich wird ein Fax mit den wichtigsten Einsatzdaten wie Einsatzort und -Art oder Wetterverhältnisse an die Wache gesendet. Theoretisch können sogar noch die Sirenen auf besondere Anforderung des Einsatzleiters zur zusätzlichen Alarmierung eingesetzt werden, dies ist jedoch so gut wie nicht mehr notwendig, da durch die Vollausstattung mit DMEs eine gezieltere Alarmierung erfolgen kann und diese darüber hinaus auch noch viele Kilometer außerhalb der akustischen Reichweite der Sirenen von den sich außerhalb des Gemeindegebiets aufhaltenden Kameraden z.B. an deren Arbeitsplatz wahrgenommen wird.

 

Die alarmierten Kameraden lassen alles stehen und liegen und begeben sich so schnell wie möglich zum Feuerwehrgerätehaus, besetzen die Fahrzeuge und fahren die Einsatzstelle an. Sie garantieren die Einsatzbereitschaft an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden am Tag - und das völlig unetgeldlich. Hier gilt unser Dank auch ganz besonders den Firmenchefs, die unsere Feuerwehrleute meist ohne Probleme auch während der Arbeitszeit zum Einsatz fahren lassen!

Wie schon gesagt: Jeder kann einmal in Not geraten und erwartet dann auch schnelle Hilfe. Leider ist vielen Menschen nicht bewusst, dass diese oftmals nur durch ehrenamtliche Helfer, beispielsweise von Feuerwehr, THW, Roten Kreuz, DLRG etc. gewährleistet wird.


Sätze wie "Wieso freiwillig - es gibt doch die Berufsfeuerwehr" bekommen wir regelmäßig zu hören. Aber: Im gesamten Bundesland Schleswig-Holstein gibt es lediglich 4 Berufsfeuerwehren (Flensburg, Kiel, Lübeck, Neumünster), dagegen ca. 1400 Freiwillige Feuerwehren und 30 Werkfeuerwehren mit haupt- und nebenberuflichen Mitgliedern.


Was können SIE tun, damit die Hilfe noch schneller kommt?

  • Zunächst einmal wird durch das korrekte Absetzen eines Notrufs wie er oben steht eine enorme Zeitersparnis erreicht.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Hausnummer leicht von der Straße aus zu erkennen ist, z. B. durch eine Beleuchtung, und kennzeichnen Sie Ihre Wohnung und Ihre Klingel mit Namen und ggf. Stockwerk.
  • Weisen Sie die Feuerwehr ein, besonders bei unübersichtlichen oder zurückgelegenen Brand- oder Unfallstellen.
  • Sorgen Sie dafür, dass eventuell vor oder auf Ihrem Grundstück befindliche Hydranten/Bohrbrunnen und deren Hinweisschilder frei von Unkraut, Schnee etc. sind, melden Sie Beschädigungen an diesen umgehend.
  • Beachten Sie das Parkverbot vor Feuerwehrgerätehäusern, in Feuerwehrzufahrten, vor Hydranten, Bohrbrunnen und parken Sie in engen Straßen nur so, dass auch größere Löschfahrzeuge noch ohne Probleme passieren können.


Beachten Sie hierzu bitte auch unseren Flyer "Blaulicht und Martinshorn - was tun?" welcher gemeinsam vom ADAC Schleswig-Holstein, Verkehrspolizeidirektion und Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein entwickelt worden ist (PDF-Dokument, ca. 1,14 MB, kostenloser Adobe Reader benötigt).