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Einsatz: Zwei Reetdachgebäude einer historischen Hofanlage brennen in Klein Nordende

18.07.2020

Gegen 22:36 Uhr am gestrigen Freitagabend wurden die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Seester zur Nachbarschaftlichen Löschhilfe nach Klein Nordende alarmiert. 

 

Dort standen am Sandweg zwei zu einer historischen Hofanlage aus dem 18. Jahrhundert gehörende Reetdachgebäude, das zu Wohnzwecken ausgebaute Haupthaus sowie eine Scheune, in Vollbrand. Ein weiteres benachbartes Wohnhaus war in der Anfangsphase des Einsatzes aufgrund der enormen Brandausbreitung und Hitzeentwicklung unmittelbar gefährdet.

 

Menschen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden: Die Hofanlage war zu diesem Zeitpunkt nicht bewohnt und wurde für 1,65 Millionen Euro im Internet zum Kauf angeboten, die Bewohner des benachbarten Einfamilienhauses konnten sich noch vor Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte selbst in Sicherheit bringen.

 

Nachdem zunächst um 22:24 Uhr die Feuerwehr Klein Nordende und um 22:26 die Feuerwehr Elmshorn alarmiert wurden, kam es in der Folge nach und nach zur Alarmstufenerhöhung auf letztlich "FEU 4" (Feuer, größer als Standard, 4 Züge), so dass um 22:36 Uhr auch die Wehren aus Seester und Uetersen und kurz darauf die Technische Einsatzleitung des Kreises Pinneberg (TEL), die Feuerwehrbereitschaft mit dem Sondermodul Wasserversorgung (Feuerwehr Tangstedt, Feuerwehr Quickborn, Feuerwehr Pinneberg) sowie die Feuerwehrtechnische Zentrale des Kreises Pinneberg hinzugezogen wurden.
Weiterhin waren der Rettungsdienst RKiSH zur Absicherung der Einsatzkräfte, die Betreuungsgruppen des DRK Elmshorn und des DRK Uetersen (Aufbau Rückzugsbereich und Verpflegung der Einsatzkräfte) und die Polizei im Einsatz. 

 

Aufgrund der abgelegenen Lage des Brandobjekts in direkter Nähe zum Liether Wald, die nur über einen schmalen, ca. 250 langen und von der Bundesstraße B431 abgehenden Weg erreicht werden konnte, musste eine umfassende Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke aufgebaut werden.
In der Anfangsphase unterstützten die rund 25 Seesteraner Kräfte beim Aufbau der Wasserversorgung und leiteten in der Folge einen Löschangriff über mehrere handgeführte B- und C-Strahlrohre ein.

 

Gegen 3:00 Uhr am Samstag Morgen rückte schließlich ein Lohnunternehmen mit Bagger an, um einsturzgefährdete Gebäudeteile einzureißen und das ins Gebäude gefallene Reetdach auseinanderzuziehen und gezielt ablöschen zu können. Zugleich konnte ein Teil der Schlauchleitungen zurück gebaut werden, so dass die Feuerwehr Seester gegen 4:00 Uhr wieder in die Wache einrücken konnte. Die an der Einsatzstelle verbleibenden Kräfte der Feuerwehr Klein Nordende meldeten gegen 4:40 Uhr der Leitstelle "Feuer aus", mussten aber im Zuge der Nachlöscharbeiten noch bis gegen 11:00 Uhr am Samstag Vormittag vor Ort bleiben.

 

Im Einsatz:

  • FF Seester mit 3 Fahrzeugen (ELW 1, LF 10-TH, LF 8/6) und ca. 25 Kräften
  • FF Klein Nordende mit 4 Fahrzeugen (ELW 1, HLF 20, LF 10/6, TSF) und ca. 35 Kräften
  • FF Elmshorn mit 10 Fahrzeugen (KdoW, DLK 23/12, TM 32, HLF 20/16, LF 16/12, 2x TLF 16/24-Tr., WLF mit AB-Atemschutz, GW-Logistik, MTW) und ca. 30 Kräften
  • FF Uetersen mit 6 Fahrzeugen (KdoW, DLK 23/12, LF 16/12, GW-Atemschutz, GW-Logistik, MTW) und ca. 25 Kräften
  • Feuerwehrbereitschaft Modul Wasserversorgung mit 3 Fahrzeugen (2x MTW, SW 2000) und ca. 10 Kräften
  • TEL Kreis Pinneberg mit 9 Fahrzeugen (ELW 2, GW-Logistik, Pkw mit FwA Licht/Strom, MZF, diverse MTW und MZF) und ca. 15 Kräften
  • KFV Pinneberg mit 1 Fahrzeug (Lkw/STW) und 1 Kraft sowie Pressesprecher
  • Kreiswehrführer und stellvertretender Kreiswehrführer mit 2 KdoW
  • DRK Elmshorn, DRK Wedel mit 6 Fahrzeugen (2x GW-Sonstige, 2x MTW, GW-Betreuung)
  • Rettungsdienst RKiSH mit 1 Fahrzeug (RTW) und 2 Kräften
  • Polizei und Kripo mit diversen Fahrzeugen und Beamten
  • diverse Versorger
  • Lohnunternehmen mit Raupenbagger

 

Weblinks:

 

 

 

 

Foto: Foto: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg

Fotoserien zu der Meldung


FEU 4 - Brennen zwei Reetdachgebäude in Klein Nordende (17.07.2020)

Fotos: Pressesprecher Kreisfeuerwehrverband Pinneberg und Meike Kamin