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Feuerwehren, THW und Rettungsdienst üben drei Tage lang TH-Lagen

24.06.2018

Knarzendes Blech, splitterndes Glas, das Dröhnen von Seilwinde und Hydraulikaggregat - und dazwischen immer wieder mal der kurze Befehl eines Gruppenführers an seine Mannschaft... von Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag wurde es mal so richtig laut auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Kreises Pinneberg in Tornesch-Ahrenlohe.

 

Rund 100 Teilnehmer und 35 Ausbilder der Feuerwehren des sogenannten "20er Reviers" (FF Elmshorn, FF Klein Nordende, FF Kölln-Reisiek, FF Klein Offenseth-Sparrieshoop, FF Seeth-Ekholt, FF Seester und FF Seestermühe), der FF Wittenberge (Partnerstadt von Elmshorn), des THW Elmshorn sowie des Rettungsdienstes RKiSH trafen sich erstmals zu einem großen, gemeinsamen Ausbildungswochenende.


Ziel war es, in gemischten Gruppen verschiedenste Übungen zur technischen Hilfeleistung zu absolvieren. Hierfüe standen an den acht Stationen 24 Schrott-Autos und 3 Lkw-Kabinen sowie Unmengen an Verbrauchsmaterial zur Verfügung. Erfahrene Ausbilder aller involvierten Wehren und Organisationen hatten fiktive Lagen vorbereitet und mit seiner individuellen Erfahrung trug auch jeder der Teilnehmer zudem etwas zum Austausch und Lernen bei.

 

So wurde beispielsweise an der durch die Seesteraner Kameraden Ralf Lesker, Arne Feja, Lasse Krüger, Lars Dargusch und Kay Stieler vorbereiteten "Station 5" die patientenschonende Rettung von Unfallopfern aus einem Pkw nach der Kollision mit einem Traktorgespann mittels einer "großen Seitenöffnung" geübt.  An anderen Stationen ging es um Dinge wie die hauptsählich in Skandinavien praktizierte Kettenrettung, die Rettung aus einem Pkw in Seitenlage mittels Öffnung durch das Dach, die Rettung von Menschen aus oder unter großen Landmaschinen oder die Rettung aus einem Lkw, Haushaltsgefahren (Zutrittsverschaffung über gekippte Fenster, eingeklemmte Person in Treppengeländer, Wassereinbruch im Keller), das Abstützen eines einstuzgefährdeten Gebäudes oder der Umgang bei Unfällen mit Elektro- und Hybridfahrzeugen.

 

Bereits am Freitag Abend referierten die Notfallseelsorgerin und stellvertretende Wehrführerin von Elmshorn, Britta Stender, über das Thema "Verarbeiten von Bildern im Kopf" und der Landesfeuerwehrarzt Dr. Stefan Paululat aus Kaltenkirchen über die "Golden Hour of Shock".

 

Erschöpft, aber mit vielen positiven Eindrücken, neuen Erkenntnissen und Erfahrungen im Gepäck ging das Wochenende nach einem Abschlussgespräch am Sonntag Nachmittag zu Ende.

 



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Fotoserien zu der Meldung


TH-Wochenende "20er Revier" 22.-24.06.2018 (24.06.2018)