Tipps Ihrer Feuerwehr

 

Rauchmelder retten Leben
Feuerlöscher
Küchenbrände
Fahrzeugbrände
Sicheres Grillen
Jahreswechsel mit Feuerwerk
Was tun bei Sturmfluten?
Abbrennen von Osterfeuer
Sirenensignale
Brandgefahren in der Adventszeit
Blaulicht und Martinshorn - was tun?

 

Aktuelle Wetterwarnungen:

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(Deutscher Wetterdienst)

Kachelmann-Wetterwarnungen
(Kachelmann-Wetter)


 


Rauchmelder retten Leben!
In der Bundesrepublik Deutschland fallen jährlich 800 Menschen dem Feuer zum Opfer. Die häufigste Todesursache hierbei sind nicht Verbrennungen, sondern Vergiftungen durch Brandrauch.
Die meisten Brände entstehen nachts, während Sie schlafen. Rauchgeruch wird Sie nicht wecken, da der Geruchssinn im Schlaf abgeschaltet ist.
Rauchgase führen deshalb in wenigen Sekunden zur Bewustlosigkeit und in wenigen Minuten zum Tod.
Ein Rauchmelder kann deshalb Leben retten - darüber sollten Sie einmal nachdenken! Er weckt Sie mit einem lauten Warnton aus Ihren tiefsten Träumen. Das verschafft Ihnen die nötige Zeit, um sich und Ihre Familie zu retten. In vielen Ländern der Erde ist er bereits für den privaten Haushalt vorgeschrieben.
Ein foto-elektronischer Rauchmelder kostet nicht viel. Hochwertige und sichere Geräte sind batteriebetrieben und der notwendige Batteriewechsel wird gemeldet. Die Funktionsfähigkeit des Rauchmelders lässt sich per Knopfdruck testen.

Rauchmelder sind klein und fallen an der Zimmerdecke montiert kaum auf, zumal diese mittlerweile sogar in Holz- oder Metallnachbildung erhältlich sind.

Wo sollten Rauchmelder montiert werden?
Als Grundregel gilt: Der Rauchmelder sollte in einem zentzral gelegenen Raum wie z. B. dem Flur angebracht werden. Dadurch werden die schlafenden Menschen auf einen Brand im Wohnzimmer oder in der Küche schnell aufmerksam. In einem Haus sollte pro Stockwerk mindestens ein Rauchmelder installiert sein, das Motieren eines Rauchnmelders in einem Kinderzimmer ist besonders zu empfehlen.
Batteriebetriebene Rauchmelder werden einfach durch zwei Schrauben befestigt und erfordern keinen größeren Aufwand oder besonderes handwerkliches Geschick.

Anbringung von Rauchmeldern Anbringung von Rauchmeldern


Weitere Informationen erhalten Sie unter anderem auf www.rauchmelder-lebensretter.de!

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Feuerlöscher
Oftmals lassen sich kleine Feuer und Entstehungsbrände mit einem einfachen Feuerlöscher ersticken, bevor es zu einem größeren Schaden kommt. Es empfiehlt sich immer, einen Feuerlöscher in der Nähe zu haben, dies gilt sowohl für den privaten Haushalt, als auch für das Auto oder beispielsweise einem Campingwagen. In Betrieben sind Feuerlöscher entsprechend der Brandlast zwingend vorgeschrieben.
Feuerlöscher könne Sie in verschiedenen Größen zu einem relativ geringen Preis im Fachhandel beziehen. Beachten Sie bitte beim Kauf eines Feuerlöschers, für welche Art von Bränden dieser gedacht ist. Man unterscheidet in folgenden Brandklassen:

A
Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, mit Glutbildung
z. B. Holz, Papier, Stroh, Kohle, Textilien, Autoreifen
B
Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen
z. B. Benzin, Öle, Harze, Teer, Wachse, Alkohole, Kunststoffe, Fette (seit 01/2005 Brandklasse F)
C
Brände von Gasen
z. B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen, Stadtgas
D
Brände von Metallen
z. B. Aluminium, Magnesium, Natrium, Lithium, Kalium
F
Brände von Fetten (seit 01/2005)
z. B. in Frittier- und Fettbackgeräten, Kücheneinrichtungen und -geräten
   
Der Vollständigkeit halber weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass die ehemalige Brandklasse "E" für Elektrobrände ersatzlos gestrichen wurde, denn Strom brennt nicht, sondern immer nur die Stoffe von elektrischen Anlagen.


Wenn Sie beispielsweise einen mit Wasser befüllten Feuerlöscher (nur für Brandklasse A geeignet) verwenden, um einen Fett-Brand zu löschen, kann dies verheerende Folgen haben. Beachten Sie deshalb gerade bei Ihnen fremden Geräten die Kennzeichnung der Brandklasse, beispielsweise in einem öffentlichen Gebäude oder Ihrer Firma wenn Sie einmal einen Feuerlöscher benutzen müssen.
Gerade in Betrieben empfiehlt sich oft eine Schulung der Angestellten im Umgang mit den vorhandenen Löschgeräten (nicht nur Feuerlöscher). Sprechen Sie bei Interesse bitte Ihre örtliche Feuerwehr an.

Beachten Sie bitte unbedingt die Gebrauchsanweisung, die auf jedem Feuerlöscher abgedruckt ist, da es je nach Hersteller in der Handhabung Unterschiede gibt. Machen Sie sich mit dem Umgang des Feuerlöschers vertraut, bevor etwas passiert - ist es erst einmal zu einem Brand gekommen, werden Sie dafür keine Zeit mehr haben. Erkundigigen Sie sich, wo sich in Ihrer Nähe (beispielsweise am Arbeitsplatz) der nächste Feuerlöscher befindet. Diese Standorte erkenne Sie in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln an nebenstehendem Symbol.
Feuerlöscher-Symbol

Wie lösche ich richtig mit einem Feuerlöscher? - Hierbei sind folgende Regeln zu befolgen:
Das Feuer mit dem Wind angreifen
Flächenbrände von vorne und unten ablöschen
Tropf- und Fließbrände von oben bekämpfen
Wenn möglich, das Feuer mit mehreren Personen und Feuerlöschern gleichzeitig angreifen
Löschen Sie mit kurzen Stößen, da der Inhalt eines Löschers nur für wenige Sekunden reicht.
An der Brandstelle auf Wiederdurchzündung achten
  --- wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, ob der Brand wirklich ganz abgelöscht ist, rufen Sie in jedem Falle die Feuerwehr an! ---
Gebrauchte Feuerlöscher sofort wieder auffüllen lassen - auch wenn diese nicht ganz entleert sind

Wenn Sie einen Feuerlöscher besitzen, denken Sie bitte auch daran, ihn regelmäßig durch eine Fachfirma warten zu lassen. Die Normung der Feuerlöscher sieht eine Prüfung alle zwei Jahre vor. Nur so lässt sich die Funktionssicherheit sicherstellen. Diese Regelung gilt für Aufladelöscher, bei denen sich das Treibgas in einem eigenen Behälter befindet und erst bei Auslösung in den Löschmittelta
nk strömt. Bei Dauerdrucklöschern, bei denen sich das Treibgas und das Löschmittel in einem einzigen Behälter befinden, ist zusätzlich alle 10 Jahre eine Prüfung durch Sachverständige (z. B. TÜV) durchzuführen.

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Küchenbrände
Nicht selten sind es Dunstabzugshauben, die in der Küche ein Feuer verursachen. Wenn Sie folgende Punkte beachten, minimieren Sie das Risiko, dass in Ihrem Haushalt einmal etwas passiert.
Denken Sie daran, das Fleece in Ihrer Dunstabzugshaube regelmäßig zu kontrollieren und ggf. auszutauschen. Fette und andere brennbare Stoffe reichern sich mit der Zeit in diesem an und verursachen oft Feuer.
Lassen Sie niemals brennbare Gegenstände wie beispielsweise Topflappen oder Handtücher auf der Herdplatte liegen - auch wenn Sie der Meinung sind, dass diese ausgeschaltet ist.
Weisen Sie Ihre Kinder auf die Gefahren eines Herdes und anderer Haushaltsgegenstände wie beispielsweise der Toaster hin und sichern Sie diese Gegenstände, sodass sie von Kindern nicht mehr angestellt werden können.

Lassen Sie besonders Bratpfannen niemals unbeaufsichtigt. Fett kann sich bei Überhitzung nur allzu leicht entzünden.

Beachten Sie bitte, dass brennendes Fett niemals mit Wasser gelöscht werden darf, da es sonst zu einer explosionsartigen Ausweitung des Feuers kommt (siehe Bilder bei der Brandschutzerziehung). Am einfachsten löschen Sie solche Brände, indem Sie das Feuer durch Aufsetzen eines Topfdeckels ersticken. Nehmen Sie in diesem Falle den Deckel nicht sofort wieder herunter, sondern warten Sie einige Minuten ab, bis sich das Fett abgekühlt hat, da es sonst zu einer erneuten Durchzündung kommen kann.
Sollte sich das Feuer ausweiten, verlassen Sie bitte sofort die Küche und rufen Sie die Feuerwehr an. Viele in der Kücheneinrichtung verarbeitete Materialien setzen hochgiftige Dämpfe frei, sodass dann nur noch unter Atemschutz gelöscht werden kann.

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Fahrzeugbrände
Rund 40 000 mal im Jahr kommt es in Deutschland zu einem Fahrzeugbrand. Die meisten davon während der Fahrt. Der Fahrer eines PKWs ist dann oft mit der Situation völlig überfordert, wenn dunkler Qualm unter der Motorhaube aufsteigt.

Das wichtigste ist erst einmal, Ruhe zu bewahren! Es vergehen Minuten, bevor sich ein solcher Entstehungsbrand zu einem Vollbrand des Wagens ausgedehnt hat. Es bleibt also meist genug Zeit, noch selbst Löschversuche zu unternehmen. Mit einem Fahrzeugfeuerlöscher, den es bereits ab ca. 25 - 30 Euro im Handel zu kaufen gibt, lässt sich oft vieles retten und der Brand ersticken, bevor er sich ausbreiten kann.

Keine Angst - Explosionen wie sie im Film täglich zu sehen sind, kommen in der Realität nicht vor, im ungünstigsten Falle kann lediglich Kraftstoff explosionsartig verbrennen. Platzende Autoreifen verursachen zwar einen lauten Knall, eine Gefahr geht von ihnen aber in der Regel nicht aus.

Lenken Sie Ihr Fahrzeug an den Straßenrand und halten Sie sich hier von z. B. Tankstellen oder Tank-LKWs fern. Schalten Sie die Zündung aus und die Warnblinkanlage an. Wenn möglich entriegeln Sie die Motorhaube und verlassen Sie dann das Auto. Bis zu 10 Minuten kann es bei einem Fahrzeug dauern, bis das Feuer auf den Fahrgastraum übergreift.

Öffnen Sie die Motorhaube -achten Sie hier aber auf die Verbrennungsgefahr- und unternehmen Sie ihre Löschversuche. Stellen Sie sich nicht in den Rauch -beim Verbrennen von Gummi und Kunststoffen im Motorraum entstehen giftige Gase- sondern löschen Sie von der Seite aus mit dem Wind durch kurze, gezielte Stöße, denn die Löschdauer eines 1-Kilo-Löschers beträgt nur wenige Sekunden.
Wenn sich die Motorhaube nicht öffnen lässt, können Sie versuchen, den Brand von der Bodenseite her oder durch den Kühlergrill hindurch zu löschen.

Informieren Sie in jedem Falle die Feuerwehr über den Notruf 112, dies können z. B. während Ihrer Löschversuche helfende Passanten oder Verkehrsteilnehmer übernehmen, für den Fall, dass sich das Feuer dennoch ausbreitet und um letzte kleine Brandnester abzulöschen.

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Sicheres Grillen
So mach eine Grillparty endet mit einem Unglück, weil leichtsinnig mit offenem Feuer umgegangen wurde. Falscher Umgang mit Brennstoffen kann schnell lebensgefährlich werden.

Beachten Sie deshalb bereits im Vorwege folgende Tipps:
Stellen Sie den Grill immer auf einen festen Untergrund.
Halten Sie geeignetes Löschmittel bereit, z. B. einen Eimer Wasser oder etwas Sand.
Achten Sie auf ausreichenden Abstand zu brennbaren Dingen wie eine Holzgartenlaube, ein Zelt oder ein Holzfußboden
.
Lassen Sie den Grill niemals unbeaufsichtigt.
Sorgen Sie dafür, dass keine Kinder im Grillbereich spielen.
Entzünden Sie die Holzkohle niemals mit Benzin oder Spiritus, die Wirkung dieser Mittel wird nur allzu leicht unterschätzt. Oft kommt es zu einer explosionsartigen Ausbreitung des Feuers durch sich bildende Dampfwolken, welches zu schwerwiegenden Verbrennungen führen kann
. Schüttet man Benzin oder Spiritus gar auf bereits glühende Kohle, kann es zu einer Rückzündung kommen, so dass die Flasche explodiert und eine 5 - 10 Meter lange Flamme die Folge ist.
Um ein Entflammen Ihrer Kleidung zu vermeiden, verwenden Sie geeignete Grillhandschuhe und eine lange Grillzange.
Überprüfen Sie als erstes die Anschlüsse, wenn Sie mit einem Gasgrill grillen und setzen Sie die Gasflaschen nicht der Hitze des Grills aus.

Grillen bei starkem Wind sollten Sie unterlassen, denn er fördert den Funkenflug und kann ggf. die Gasflamme löschen, so dass dieses unbemerkt austreten kann.
Verwenden Sie Fettauffangschalen, da auf die Glut tropfendes Fett sich entzünden kann.
Entsorgen Sie die restliche Grillkohle und Asche erst, wenn diese völlig ausgekühlt ist und entsorgen Sie diese niemals in einem Pappkarton oder einem anderen brennbaren Behälter.

Sollte doch einmal etwas passieren, ...
versuchen Sie den Brand mit den bereitgestellten Löschmitteln unter Kontrolle zu bringen und
rufen Sie ggf. die Feuerwehr über den Notruf an.
Brennt die Kleidung am Körper, löschen Sie diese mit Hilfe einer Wolldecke, mit Wasser oder durch Wälzen auf dem Boden.
Kühlen Sie Brandverletzungen sofort und über einen längeren Zeitraum mit Wasser und decken Sie diese anschließend möglichst keimfrei ab.
Rufen Sie bei größeren Verletzungen sofort den Notarzt, bei Kindern muss dieser bereits bei einer Brandverletzung in der Größe eines Euro-Stückes hinzugezogen werden.
Verwenden Sie hierbei niemals "Hausmittel" wie Mehl.

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Jahreswechsel mit Feuerwerk
Die letzten Stunden eines jeden alten und die ersten Stunden eines jeden neuen Jahres feiern die Menschen mit Böllern und Feuerwerk. Für die Feuerwehr bedeutet der Jahreswechsel jedes Mal viel Arbeit, gehen die Schäden, die in dieser Zeit passieren, zahlenmäßig bundesweit in die Tausende.
Viele dieser Unfälle und Brände geschehen durch falsche Gefahreneinschätzung, Übermut und unsachgemäßen Umgang mit den Feuerwerkskörpern.

Beachten Sie für einen sicheren Jahreswechsel bitte folgende Hinweise:
Halten Sie Ihre Türen und Fenster geschlossen.
Beachten Sie die örtlich erlassenen Abbrennvorschriften insbesondere in der Nähe von reetgedeckten Gebäuden, wie sie in der Marsch noch sehr häufig vorkommen. Der Sicherheitsabstand beträgt hier mindestens 200 Meter zu den Häusern.
Beachten Sie die Einhaltung der gesetzlich erlaubten Abbrennzeiten (31.12., 18.00 Uhr - 01.01., 1.00 Uhr).
Weisen Sie Ihre Kinder auf die Gefahren der pyrotechnischen Gegenstände hin.
Lesen und beachten Sie in jedem Falle die auf den Verpackungen der Feuerwerksköper angebrachten Gebrauchsanweisungen.
Starten Sie Raketen nur aus standsicheren Flaschen, die möglichst in einem Getränkekasten stehen sollten, senkrecht nach oben.
Werfen Sie Raketen und Böller nicht auf Gebäude, Fahrzeuge, in Türen, Fenster oder Zwischenräume und schon gar nicht auf Menschen oder Tiere.
Tischfeuerwerk entzünden Sie nur auf nicht brennbaren Unterlagen, z. B. einen Teller oder einer Metallplatte.
Lassen Sie auch "harmlose" Gegenstände wie Wunderkerzen von Kindern nur im Freien verwenden.

Zünden Sie Versager, also nicht explodierte Böller und Raketen nicht erneut an, es sei denn, diese verfügen über eine gesonderte zweite Zündschnur (ist bei Batteriefeuerwerk meist der Fall). Lassen Sie die Versager mindestens 5 Minuten liegen und entsorgen Sie sie dann in einem mit Wasser gefüllten Eimer.

Wenn sich trotz aller Vorsicht doch einmal ein Unfall oder Brand ereignen sollte, zögern Sie nicht, umgehend Hilfe über den Notruf anzufordern.

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Was tun bei Sturmfluten?
Die Sturmfluten der vergangenen Jahre haben uns gezeigt, dass das Ausmaß der Naturgewalten nicht abzuschätzen ist und dass es keinen absoluten Schutz gegen diese gibt.
Zwar wird die Möglichkeit einer Überschwemmung im Kreis Pinneberg aufgrund des guten Deichzustandes und der nach dem Deichbruch 1976, der die Haseldorfer Marsch überflutete, gebauten Sperrwerke und Pumpen an Krückau- und Pinnaumündung als sehr gering eingeschätzt, doch sollte man immer auf den Fall der Fälle vorbereitet sein.
Der Kreis Pinneberg hat hier vor einiger Zeit ein Merkblatt herausgegeben, dessen Inhalt nachfolgend wiedergegeben ist.

Was ist bei der Aufforderung zur Räumung zu beachten und welche Vorbereitungen sind zu treffen?

1.
Zum verlassen akut gefährdeter Bereiche wird durch Rundfunk und Fernsehen, evtl. auch durch Lautsprecherdurchsagen, aufgerufen. Schalten Sie daher bei angekündigten schweren Sturmfluten oder bei durch Sirenen ausgelöstem Heulton von einer Minute Dauer Ihr Radio (z. B. NDR 2 oder RSH) oder Fernsehgerät ein.
Sie sollten ein batteriebetriebenes Radio bereithalten.
Informieren Sie auch Ihre ausländischen Mitbürger!
2.
Stellen Sie Handgepäck bereit! Sie müssen sich dabei auf das Notwendigste beschränken, sollten aber Geld, Wertsachen, persönliche Dokumente, Wolldecke oder Schlafsack, Waschzeug, warme Bekleidung, wichtige Medikamente und Lebensmittel für ein bis zwei Tage nicht vergessen.

Verlassen des Wohnortes

3.
Benutzen Sie zum verlassen Ihres Wohnortes Ihr eigenes Kraftfahrzeug und bemühen Sie sich um Unterkunft bei Verwandten oder Bekannten.
4.
Benutzen Sie in Ihrem eigenen Interesse zum Verlassen des gefährdeten Gebietes nur die öffentlichen Verkehrswege (Für die Seestermüher Marsch beachten Sie bitte untenstehende Karte).
5.
Können Sie Ihren Wohnort nicht mit einem Kraftfahrzeug verlassen, sollten Sie sich um Mitfahrgelegenheiten bemühen. Gegenseitige Hilfe sollte gerade im Notfall eine Selbstverständlichkeit sein.
6.
Die besondere Situation verlangt äußerst diszipliniertes Verhalten auf den Straßen. Achten Sie bitte auf Verkehrshinweise und folgen Sie den Anordnungen der Polizei und Hilfsdienste! Vieh darf auf keinen Fall freigelassen und auf die Straße getrieben werden.

Evakuierungswege aus der Seestermüher Marsch

Rettungsdienst/Notdienst

Bettlägerige oder sonst hilfsbedürftige Personen sollten den Rettungsdienst anrufen (Notruf 112 oder Leitstelle West 04121/19222), der den Transport übernimmt, falls Nachbarn oder die Personen, die sie sonst betreuen, nicht helfen können. Blockieren Sie diese lebenswichtigen Anschlüsse nicht unnötig.

Kann evtl. frühzeitig das Verlassen bestimmter Gebiete empfohlen werden?

Der allgemeinen Aufforderung zum Räumen bestimmter Orte oder Ortsteile kann, soweit es die Lage zuläßt, eine frühe Empfehlung vorausgehen, bestimmte Bereiche vorsorglich zu verlassen.
Dieser Empfehlung sollten insbesondere Frauen und Kinder, sowie ältere und kranke Menschen nachkommen.

Wer sollte sonst noch Schutzvorkehrungen treffen?

Bei Deichbrüchen kann auch Gefahr für die Menschen bestehen, die zwar nicht in unmittelbarer Deichnähe, aber in den niedrigen Elbmarschen unseres Kreises leben. Diese Bewohner sollten ebenfalls Schutzvorkehrungen treffen, insbesondere auch der Personenkreis, der zum Verlassen seines Wohnsitzes trotz Aufforderung nicht bereit sein wird.

Bei Überflutungen gilt:

a) Suchen Sie Schutz in höher gelegenen Stockwerken Ihres Hauses oder auf höher gelegenen Anwesen in unmittelbarer Nachbarschaft.
b) Stellen Sie Handgepäck bereit (Geld, Wertsachen, persönliche Dokumente, Wolldecke oder Schlafsack, Waschzeug, warme Bekleidung, wichtige Medikamente und Lebensmittel für ca. 2 Tage).
Denken Sie auch an Trinkwasser, Taschenradio und Beleuchtungsmittel (z. B. Taschenlampe), um sich Hilfsmannschaften gegenüber auch bei Dunkelheit bemerkbar zu machen.

 

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Osterfeuer - Tipps zur Sicherheit
Das Osterfeuer ist ein schöner, alter Brauch. Gerade in den letzten Jahren ist die Zahl der privaten Osterfeuer im heimischen Garten enorm angestiegen. Damit alles ohne Probleme abläuft und Sie ein paar schöne Stunden verleben können, beachten Sie bitte unbedingt nachfolgende Tipps und Vorschriften.

Die Lage der Feuerstelle und die Windstärke müssen ein risikoloses Abbrennen des Osterfeuers ermöglichen.
Die rechtzeitige Beteiligung der örtlichen Feuerwehr, z. B. durch eine vorherige Besichtigung des Abbrennortes, bedeutet die größtmögliche Sicherheit.
"Starthilfen" wie Benzin oder Brennspiritus dürfen nicht verwendet werden.
Das Abbrennen des Osterfeuers sollte selbstverständlich nicht in der Nähe von Hecken, Böschungen und einzeln stehenden Bäumen und natürlich auch nicht in direkter Nähe zu einem Gebäude erfolgen. Achten Sie auch bei längerer Trockenheit auf ausgedürrtes Gras.
Halten Sie Löschmittel bereit, für den Fall, dass sich das Feuer trotz aller Vorsicht doch ausbreiten sollte.
Wenn Sie sich nicht in der Nähe eines Festtelefones befinden, halten Sie ein Handy bereit, um ggf. den Rettungsdienst oder die Feuerwehr rufen zu können.
Lassen Sie das Feuer niemals unbeaufsichtigt - auch nicht für einen kurzen Moment.
Löschen Sie vor verlassen des Abbrennortes die Glutreste sorgfältig ab, damit es nicht z. B. durch den Wind zu einem erneuten entfachen des Feuers kommt.
Melden Sie Ihr Osterfeuer rechtzeitig bei der zuständigen Behörde (für Seester das Amt Elmshorn-Land) an. Sie erhalten hier entsprechende Auflagen. Die Behörde informiert Polizei, Rettungsleitstelle und Feuerwehr, sodass die Möglichkeit eines Fehlalarmes minimiert wird.


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Sirenensignale
Sirenen hört man heute nur noch selten. In Seester alarmieren sie die Feuerwehrkameraden nur noch bei Nachalarmierung bei größeren Schadenslagen. Doch der Feueralarm ist nur ein Teil der Aufgaben, den die Sirenen zu erledigen haben.
So stellen sie ebenfalls ein wichtiges Instrument dar, den Bürger in einer Gefahrensituation zu warnen, beispielsweise bei Umwelt- und Naturkatastrophen oder im Kriegsfall.
Gerade an einem größeren Gewässer ist es daher wichtig, mit den einzelnen Sirenensignalen vertraut zu sein.

Rundfunk einschalten - auf Durchsage achten
1 Minute Heulton
... vvvvvvvvvv
     
Feueralarm
1 Minute Dauerton zweimal unterbrochen
  ---   ---   ---
     
Luftalarm
1 Minute Heulton
(ergänzende Informationen durch Rundfunk)
  vvvvvvvvvv
     
ABC-Alarm
1 Minute Heulton zweimal unterbrochen
nach 30 Sekunden Pause - Wiederholung
  vvv   vvv   vvv   vvv
     
Entwarnung
1 Minute Dauerton
  ----------

 

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Brandgefahren in der Advents- und Weihnachtszeit
"Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind..." - und oftmals leider auch die Feuerwehr! Wegen ihrer stimmungsvollen Atmosphäre wird die Advents- und Weihnachtszeit meist als schönste Jahreszeit bezeichnet. Unzählige Kerzen werden aufgestellt und im Licht des Adventskranzes eine heiße Tasse Tee in der festlich geschmückten Stube genossen, während es draußen bitterkalt ist.
Doch muss gerade in dieser Zeit äußerste Vorsicht im Umgang mit Feuer geboten werden, zumal Kerzenflammen Temperaturen von bis zu 750 °C entwickeln und auch noch in zehn Zentimetern Entfernung Gegenstände bei einer Strahlungstemperatur von 300 °C entzündet werden können. Damit Sie oder Ihr Hab und Gut nicht zu Schaden kommen, beachten Sie bitte nachfolgende Tipps:

Bewahren Sie Streichhölzer, Feuerzeuge etc. an Stellen auf, die für Kinder unzugänglich sind und lassen Sie ein Kind niemals unbeaufsichtigt mit einer brennenden Kerze allein.
Kaufen Sie nur frisch gebundene Adventskränze direkt vor dem ersten Advent. Diese stehen meist mehr als einen Monat in der warmen Wohnung und stellen ausgetrocknet eine große Brandgefahr dar.
Beim Weihnachtsbaumkauf achten Sie ebenfalls darauf, nur frisch geschlagene Bäume zu erstehen. Bewahren Sie diese bitte bis zum Weihnachtsfest möglichst im Freien und nach Möglichkeit in einem mit Wasser gefüllten Gefäß auf und stellen Sie ihn anschließend in der Wohnung möglichst in einen Christbaumständer mit Wasserspeicher.
Stellen Sie Adventskranz und Weihnachtsbaum nur auf feuerfeste Unterlagen und achten Sie darauf, dass genügend Abstand zu brennbaren Dingen wie z.B. Vorhänge und Stoffbezüge eingehalten wird.
Verwenden Sie nur nichtbrennbare Kerzenhalter. Lassen Sie Kerzen niemals ganz herunter brennen und entzünden Sie sie nicht, wenn das Grün merklich austrocknet.
Sofern Sie echte Kerzen am Baum verwenden, achten Sie darauf, dass diese stets senkrecht und nicht zu nahe an einem Zweig oder dem Baumschmuck stecken.
Halten Sie für den Notfall immer einen Eimer Wasser im Zimmer bereit.
Löschen Sie beim Verlassen des Zimmers in jedem Falle alle brennenden Kerzen.
Auch von elektrischen Lichtern kann eine Gefahr ausgehen. Meist liegen die Lichterketten ein Jahr lang herum, ohne angerührt zu werden. Oft halten Sie durch das wenige Nutzen viele Jahre lang. Wenn Sie eine länger nicht genutzte Lichterkette heraussuchen, kontrollieren Sie vor Inbetriebnahme bitte die Kabel und Anschlüsse. Wenn Sie einen Kabelbruch feststellen, verwenden Sie diese Kette nicht mehr, da es zu einem Kurzschluss kommen kann. Weiterhin müssen die Vorschriften des Herstellers genau beachtet werden. Unsachgemäß angebrachte oder falsch bestückte Lichterketten sind ebenfalls eine große Gefahrenquelle. Bereits bei der Auswahl von Ersatzbirnen für Lichterketten werden Fehler gemacht. So sollten defekte Birnen grundsätzlich nur durch solche mit der gleichen Wattstärke ersetzt werden. Stärkere Birnen ziehen zuviel Energie – mit der Folge, dass sich die dünnen Stromkabel im Dauerbetrieb überhitzen und einen Schwelbrand auslösen.

Sollte trotz aller Vorsicht doch einmal etwas passieren und beispielsweise ein Adventskranz in Brand geraten, zögern Sie nicht, den Notruf 112 zu wählen. Denn allzu leicht kann aus einem kleinen Feuer in der Wohnung ein großes werden.

 

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Blaulicht und Martinshorn - was tun?
Bundesweit gibt es jährlich allein im Rettungsdienst 10 Millionen Einsatzfahrten. Hinzu kommen Einsätze von Feuerwehr und Polizei. Nicht selten ergeben sich bei diesen Einsatzfahrten Gefahrensituationen mit anderen Verkehrsteilnehmern. Viele Autofahrer reagieren bei der Begegnung mit einem Rettungsfahrzeug auf Einsatzfahrt panisch und begeben sich und andere dadurch in Gefahr oder sorgen durch Fahrfehler für eine Verzögerung auf dem Einsatzweg.
Durch Ihr Verhalten können Sie dazu bgeitragen, das Unfallrisiko zu senken!

Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit haben der ADAC Schleswig-Holstein, die Verkehrpolizeidirektion und der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein gemeinsam das Faltblatt zum Thema "Blaulicht und Martinshorn - was tun?" entwickelt, welches Sie sich durch Anklicken des nebenstehenden Buttons ansehen können (Größe ca. 1,14 MB).

 
Faltblatt "Blaulicht und Martinshorn - was tun?": Hier klicken

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Sollten Sie die gedruckte Version des Faltblattes vorziehen, sprechen Sie uns bitte an, wir halten eine kleine Auflage vor.

 

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