Jeder kann mal in eine Lage kommen, in der er auf die Hilfe von Feuerwehr, Rettungsdienst oder anderen Hilfsorganiosationen angewiesen ist.
Wir hoffen natürlich, dass Sie niemals in eine solche Lage kommen, wenn aber doch, ist es gut zu wissen, wie man einen korrekten Notruf absetzt.
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Beachten Sie bitte, dass es -sollten Sie ausserhalb des Kreises Pinneberg wohnen oder sich dort aufhalten- regionale Abweichungen beim Notruf geben kann (z. B. Alarmierung des Rettungsdienstes über 19222 oder 110), allerdings setzt sich zunehmend nicht nur in Deutschland, sondern ganz Europa der Notruf 112 durch. Wer
ruft an? Wo
wird die Feuerwehr / der Rettungsdienst benötigt? Was
ist passiert? Wie
ist es passiert? Warten
auf Rückfragen!
Notruf für Hör- und Sprachgeschädigte In der"Integrierten Rettungsleitstelle West" (IRLS) der Kreise Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen in Elmshorn besteht für Menschen mit Hör- und Sprachschädigung die Möglichkeit, Hilfe per Fax über die Notrufnummer 112 anzufordern. Wenn Sie nicht aus dem Zuständigkeitsbereich der IRLS Elmshorn kommen, können Sie sich unter http://www.notfall-telefax112.de über die Fax-Notruf-Nummer Ihrer Region informieren, da nicht alle Leitstellen für den Faxempfang über die 112 ausgerüstet sind. Nachfolgend finden Sie einen Faxvordruck in Deutsch als Acrobat-PDF, den Sie sich ausdrucken können. Am besten gleich mit Ihren persönlichen Daten ausfüllen und neben Ihr Faxgerät legen - dann haben Sie ihn für den Fall der Fälle immer griffbereit. Weitere Vordrucke in anderen Sprachen finden Sie ebenfalls auf der oben angegebenen Internet-Seite. Notruf-Fax-Vordruck (zum Öffnen benötigen Sie den kostenlosen Adobe Reader)
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Ist der Notruf
erst einmal abgesetzt, werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Ihnen schnellstmöglich
Hilfe zukommen zu lassen.
Doch was passiert eigentlich genau nach dem Notruf, welcher für die schleswig-holsteinischen
Landkreise Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen bei der 2001 eingeweihten "Integrierten
Regionalleitstelle West" in Elmshorn aufläuft?
Zunächst einmal muss der Leitstellen-Disponent die Lage bewerten und die entsprechenden Organisationen alarmieren. Unterstützt wird er durch ein umfangreiches EDV-System, in welchem beispielsweise für die einzelnen Wehren die entsprechenden Alarmordnungen hinterlegt sind.
Handelt es
sich bei dem Einsatz beispielsweise um ein größeres Feuer, welches
eventuell sogar Menschenleben bedroht, wird dem Disponenten der Computer z.B.
vorschlagen, nicht nur eine Alarmierungsschleife der örtlichen Feuerwehr
zu alarmieren, sondern Vollalarm auszulösen oder eventuell sogar Nachbarwehren
mitzualarmieren. Der Disponent kann diesen Vorschlag natürlich zu jedem
Zeitpunkt selbständig erweitern, wenn er der Meinung ist, das die vorhandenen
Kräfte und Mittel nicht ausreichen.
Zusätzlich werden vielleicht noch andere Einsatzkräfte von Polizei,
Rettungsdienst, THW oder private Unternehmen (Kran, Abschleppdienst, Radlader,
Chemikalien-Firma, Gas- oder Wasserversorger etc.) benötigt.
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Läuft
bei der Leitstelle ein Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Seester
auf, werden -je nach Einsatzlage- eine oder mehrere Funkmelder-Schleifen
durch die sog. "Pieper" alarmiert. Jeder aktive Feuerwehrmann
in Seester ist mit einem Funkmeldeempfänger (FME) ausgestattet, den
er Tag und Nacht bei sich zu führen hat.
Zeitgleich wird ein Fax mit den wichtigsten Einsatzdaten wie Einsatzort und -Art oder Wetterverhältnisse an die Wache gesendet. Theoretisch können sogar noch die Sirenen auf besondere Anforderung des Einsatzleiters zur zusätzlichen Alarmierung eingesetzt werden, dies ist jedoch so gut wie nicht mehr notwendig, da durch die Vollausstattung mit FMEs eine gezieltere Alarmierung erfolgen kann und diese darüber hinaus auch noch viele Kilometer außerhalb der akustischen Reichweite der Sirenen von den sich außerhalb des Gemeindegebiets aufhaltenden Kameraden z.B. an deren Arbeitsplatz wahrgenommen wird. |
Die alarmierten
Kameraden lassen alles stehen und liegen und begeben sich so schnell wie möglich
zum Feuerwehrgerätehaus, besetzen die Fahrzeuge und fahren die Einsatzstelle
an. Sie garantieren die Einsatzbereitschaft an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden
am Tag - und das völlig unetgeldlich. Hier gilt unser Dank auch ganz besonders
den Firmenchefs, die unsere Feuerwehrleute meist ohne Probleme auch während
der Arbeitszeit zum Einsatz fahren lassen!
Wie schon gesagt: Jeder kann einmal in Not geraten und erwartet dann
auch schnelle Hilfe. Leider ist vielen Menschen nicht bewusst, dass diese oftmals
nur durch ehrenamtliche Helfer, beispielsweise von Feuerwehr, THW, Roten Kreuz,
DLRG etc. gewährleistet wird.
Sätze wie "Wieso freiwillig - es gibt doch die Berufsfeuerwehr"
bekommen wir regelmäßig zu hören. Aber: Im gesamten Bundesland
Schleswig-Holstein gibt es lediglich 4 Berufsfeuerwehren (Flensburg, Kiel, Lübeck,
Neumünster), dagegen ca. 1400 Freiwillige Feuerwehren und 30 Werkfeuerwehren
mit haupt- und nebenberuflichen Mitgliedern.
Was können
SIE tun, damit die Hilfe noch schneller kommt?
Zunächst einmal wird durch das korrekte Absetzen eines Notrufs wie er oben
steht eine enorme Zeitersparnis erreicht.
Sorgen Sie dafür, dass
Ihre Hausnummer leicht von der Straße aus zu erkennen ist, z. B. durch
eine Beleuchtung, und kennzeichnen Sie Ihre Wohnung und Ihre Klingel mit Namen
und ggf. Stockwerk.
Weisen Sie die Feuerwehr ein, besonders bei unübersichtlichen oder zurückgelegenen
Brand- oder Unfallstellen.
Sorgen Sie dafür, dass eventuell vor
oder auf Ihrem Grundstück befindliche Hydranten/Bohrbrunnen und deren Hinweisschilder
frei von Unkraut, Schnee etc. sind, melden Sie Beschädigungen an diesen
umgehend.
Beachten Sie das Parkverbot vor Feuerwehrgerätehäusern,
in Feuerwehrzufahrten, vor Hydranten, Bohrbrunnen und parken Sie in engen Straßen
nur so, dass auch größere Löschfahrzeuge noch ohne Probleme
passieren können.
Beachten Sie hierzu bitte auch unseren Flyer
"Blaulicht und Martinshorn - was tun?" welcher gemeinsam vom
ADAC Schleswig-Holstein, Verkehrspolizeidirektion und Landesfeuerwehrverband
Schleswig-Holstein entwickelt worden ist (PDF-Dokument, ca. 1,14 MB, kostenloser
Adobe
Reader benötigt).