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Neue Schutzkleidung: Seesteraner Feuerwehr wieder "in Rot"

24.05.2017

Ungewohnt – und doch irgendwie vertraut ist das Bild, welches die Seesteraner Feuerwehrleute in ihrer neuen Schutzkleidung abgeben. Die ersten 22 der zur Zeit 48 Einsatzkräfte konnten kürzlich ihre neue Ausrüstung vom Typ „Swissguard“ der Firma „S-Gard“ in Empfang nehmen und tragen nunmehr wieder rote anstatt schwarze Jacken. Zuletzt war dies in den 1980er/90er Jahren der Fall, ehe die schwarze Nomex-Bekleidung der Firma „Tacconi“, Typ "Denver", zur Jahrtausendwende Einzug erhielt.

 

Die rote Farbe bringt dabei, so hat man es in den letzten Jahren festgestellt, einige Vorteile mit sich. Zum einen sind die Einsatzkräfte bei Tageslicht bei Einsätzen auf oder an öffentlichen Straßen für die Verkehrsteilnehmer leichter und vor allem früher zu erkennen. Zum anderen werden an dem helleren Material aber auch Verschmutzungen wie Ruß, Chemikalien oder auch Blut besser sichtbar, so dass die Kleidung dann der Reinigung zugeführt werden kann und eine Verschleppung dieser Rückstände ausgeschlossen wird. Für die optimale Sichtbarkeit der Kameradinnen und Kameraden bei Nacht verfügt die neue Kleidung über eine sogenannte „Bodylanguage-Bestreifung“, also ein Reflexstreifenmaterial welches so angebracht ist, dass z.B. Autofahrer bei Nacht schon aus größerer Entfernung die menschlichen Konturen erkennen können.

 

Noch wichtiger als die Farbe sind jedoch die weiteren Eigenschaften der Schutzkleidung. Der dreilagige Aufbau besteht aus hochwertigen Nomex- und Kevlar-Geweben, Gore-Tex-Membrane und Silicon-Carbon-Beschichtungen welche den Träger vor Wind und Wetter schützen, dennoch atmungsaktiv sind und zudem hohen Temperaturen, wie sie bei der Brandbekämpfung im Innenangriff auftreten oder durch Stichflammen verursacht werden können, standhalten.

 

Bei alledem ist die neue Ausrüstung im Vergleich zum Vorgängermodell sehr leicht und lässt sich damit auch bei sommerlichen Temperaturen gut tragen, der Hitzestress der Kameradin oder des Kameraden wird damit minimiert. 

 

Eine weitere Besonderheit stellt der sogenannte „Panik-Reißverschluss“ dar, mit dem sich die Jacke im Notfall öffnen lässt sowie das IRS-System mit einer integrierten Rettungs- und Halteschlaufe, welche den bisher getragenen Feuerwehr-Haltegurt ersetzt.