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Alarmierung:
13.12.2007, 09:57 Uhr
Einsatzende: 13.12.2007, ca. 14.00 Uhr
Einsatzort: 25336 Klein Nordende, Gemeindegebiet
Einsatzstichwort: Nachbarschaftiche Technische Hilfeleistung - Sprengstoff-Fund
Eingesetzte Kräfte: siehe unten
Im Rahmen ihrer umfangreichen
Ermittlungen kamen Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) Schleswig-Holstein
auf die Spur eines 15-jährigen Klein Nordenders, welcher sich nach
Presseangaben offensichtlich im Internet über das Thema Sprengstoff
ausgetauscht hat.
In einer folgenden Durchsuchung des Einfamilienhauses der Eltern des Jugendlichen,
welches das LKA gemeinsam mit dem Ordnungsamt des Amtes Elmshorn-Land
am Donnerstag Morgen durchührte, wurden rund 1,4 Kilogramm gefährlicher
und hoch exlplosiver Chemikalien gefunden.
Aufgrund der instabilen Zusammensetzung der Chemikalien entschieden die
herbeigerufenen Sprengmeister des Amtes für Katastrophenschutz (AFK),
die vorgefundenen Substanzen direkt vor Ort in kleinen Portionen auf einer
benachbarten Wiese kontrolliert zu sprengen.
Hierfür war es erforderlich, große Teile der Gemeinde Klein
Nordende evakuieren zu lassen. Betroffen waren davon unter anderem die
Straßen Dorfstraße, Schulstraße, Am Redder und Kastanieneck.
Auch die Grundschule der Gemeinde mit ihren 12 Klassen sowie die Gruppen
des Kindergartens der Bugenhagenkirche mussten geräumt werden. Per
Rundruf wurden die Eltern informiert und gebeten, ihre Kinder vom eingerichteten
Sammelplatz abzuholen.
Für die Evakuierungs- und Absperrmaßnahmen wurden ab 8.42 Uhr
zunächst die Feuerwehr Klein Nordende sowie die Schnelleinsatzgruppe
(SEG) des DRK-Kreisverbandes Pinneberg mit den Komponenten Elmshorn, Uetersen,
Barmstedt und Führung verständigt. Weiterhin wurde vom Kreisfeuerwehrverband
Pinneberg die Technische Einsatzleitung angefordert, welche u.a. mit dem
ELW 2 (TEL) "Kater Pinneberg 2" sowie dem Personal der Komponente
Information und Kommunikation (IuKTEL) des Katastrophenschutzes anrückte.
Aufgrund des hohen Personalaufwands entschied sich die Einsatzleitung
um 9.57 Uhr schließlich, zwei Funkmelderschleifen der Feuerwehr
Seester zur Unterstützung zu alarmieren.
Das DRK richtete im Vereinshaus der Schützenbrüderschaft eine
Sammelstelle ein, wo die evakuierten Anwohner sowie diejenigen Schul-
und Kindergartenkinder, deren Häuser ebenfalls im Sicherheitsradius
um den Fundort des Sprengstoffes herum lagen, von den Helferinnen und
Helfern der DRK-Ortsverbände betreut wurden. Weiterhin sorgte das
DRK für die Verpflegung der Evakuierten und der Einsatzkräfte
mit Suppe und Getränken.
Die Kräfte der Feuerwehren aus Klein Nordende und Seester unterstützten
zunächst die Evakuierungsmaßnahme, sperrten gemeinsam mit der
Polizei die Gegend um den Fundort weiträumig ab und stellten gemeinsam
eine Löschgruppe zur Sicherstellung des Brandschutzes während
der kontrollierten Sprengungen. Weiterhin wurde das DRK beim Aufbau der
Sammelstelle u.a. mit einem Notstromaggregat unterstützt.
Nach intensiven Vorbereitungen, in deren Verlauf die Sprengmeister des
AFK auf der benachbarten Wiese ein etwa 1,50 m tiefes Loch gruben, wurden
die aufgefundenen Chemikalien portionsweise in Spezialbehältern in
Freie verbracht und hier kontrolliert in fünf Sprengungen nach und
nach zur Explosion gebracht.
Pressesprecher des LKA und des Kreisfeuerwehrverbandes betreuten während
des Einsatzes die unzähligen Reporter von Rundfunk, Zeitung und Fernsehen.
Gegen 14.00 Uhr schließlich waren die Sprengungen beendet und die
Gefahr gebannt, die Anwohner konnten zurück in ihre Häuser und
Wohnungen kehren und die Einsatzkräfte abrücken.
Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Klein Nordende: ca. 25 Kameraden mit LF 16/12, LF 10/6,
TSF, ELW 1
Feuerwehr Seester: ca. 20 Kameraden mit LF 8/6, TSF, ELW 1
Kreisfeuerwehrverband/Katastrophenschutz Pinneberg: ca. 10 Kameraden
mit ELW 2 (TEL), 2 ELW 1, FwA-TEL, stellv. KBM mit KdoW
DRK: SEG-Komponenten Elmshorn, Barmstedt, Uetersen, Führung:
ca. 30 Helfer mit 2
ELW 1, 1 GW-San, 4 KTW, 2 MTW
Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH): 2
RTW, 1 NEF, Pkw OrgL
Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) West: 2 Kräfte mit 1
Pkw vor Ort, weiteres Personal auf der Leitstelle in Elmshorn
Landeskriminalamt Schleswig-Holstein
Polizeidirektion Bad Segeberg
Amt für Katastrophenschutz Schleswig-Holstein mit 4 Sprengmeistern
Ordnungsamt des Amtes Elmshorn-Land
Bürgermeister der Gemeinde Klein Nordende
Fotostrecke
Copyright (C) TVR-News
und Michael Bunk, KFV
Pinneberg
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Weitere Fotos und Texte zum Einsatz u.a. auf folgenden Seiten:
FF
Klein Nordende, DRK
Elmshorn, Pressemitteilung
LKA SH, Pressemitteilung
KFV Pinneberg
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