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Datum/Uhrzeit
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... | 19.03.2004, 13.04 Uhr |
| Einsatzort | Seesteraudeich, 25370 Seester | |
| Alarmstichwort | FEUER, groß f3 |
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Am Freitag Mittag um 13.04 Uhr löste die Integrierte Regionalleitstelle West (IRLS) in Elmshorn Vollalarm für die Feuerwehren aus Seester und Seestermühe mit der Alarmdurchsage "Reetdachhaus, Flammen in Dach sichtbar" aus. An der Einsatzstelle stellte sich die Situation wie folgt dar: Aus dem reetgedeckten Teil eines größeren, zum Teil mit Reet und zum Teil mit Pfannen eingedeckten Zweifamilienhauses loderten offene Flammen aus dem Dach. Noch während des Aufbaus eines ersten Löschangriffes zündete dieser Gebäudeteil durch. Stürmischer Wind beschleunigte die Brandausbreitung in Richtung des Anbaus. Atemschutztrupps versuchten
zunächst noch, im Innenangriff der Lage Herr zu werden, mussten dieses
Vorgehen aber bereits nach kurzer Zeit wegen zu hoher Gefahr aufgeben. In mühevoller Arbeit wurden später Brandnester in Reetresten und in den Zwischenwänden abgelöscht. Für die Betreuung der Bewohner, die nur das retten konnten, was sie zu diesem Zeitpunkt am Leib trugen, wurde die örtliche Pastorin als Notfallseelsorgerin gerufen. Wegen der akuten Einsturzgefahr mussten die Reste des Dachstuhls und die Giebel von einem Bagger eingerissen werden. Gas- und Wasserversorger klemmten ihre Leitungen ab. Da es aufgrund des Brandes in der gesamten Straße Seesteraudeich zu einem Stromausfall gekommen ist, wurde von einem Tiefbauunternehmen die Straßendecke aufgebrochen, sodass auch die Stromleitung gekappt und die restlichen Haushalte wieder mit Strom versorgt werden konnten. Zur Absicherung der Einsatzkräfte wurde zunächst der Kreis-Rettungsdienst verständigt, welcher später durch die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK abgelöst wurde. Ab ca. 17.00 konnten die Nachbarwehren nach und nach aus dem Einsatz herausgelöst werden und gegen 19.00 verließen schließlich auch die meisten der Seesteraner Feuerwehrleute die Einsatzstelle. Eine Brandwache rückte erst gegen ca. 23.30 Uhr wieder in die Wache ein. Besonders bitter: Die etwa 130 Jahre alte ehemalige Fischerkate mit Anbau aus den 50er Jahren wurde erst im vergangenen Jahr von Grund auf renoviert. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 400.000 Euro. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. |
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