Brandschutzerziehung im Kindergarten 2005


An zwei Tagen haben sich die Brandschutzerzieher wieder um die drei- bis sechsjährigen Kinder des Johannes-Kindergartens gekümmert.
Am Dienstag besuchten die drei Brandschutzerzieher Hermann Suhr, Ralf Lesker und Frank Hinrichs gemeinsam mit Kay Stieler die Kinder in ihren Gruppenräumen im Kindergartengebäude. Zunächst einmal sollte den Kleinen die Angst vor den Feuerwehrmännern in ihren schweren Uniformen genommen werden. So wurden die Kindergärtnerinnen aufgefordert, nach und nach die Schutzkleidung der Feuerwehr anzulegen und damit deutlich gemacht, dass sich unter der Kleidung auch nur ein ganz "normaler" Mensch verbirgt. Anschließend wurden gemeinsam die Fluchtwege aus dem Gebäude ausprobiert.

Im zweiten Teil des Tages besuchten schließlich die Kinder das Feuerwehrgerätehaus am Schulsteig. Hier durchliefen sie nacheinander drei Stationen. Ralf Lesker ging hierbei noch einmal etwas genauer über das Verhalten im Brandfall ein und erläuterte kindgerecht die Arbeit der Feuerwehr. Bei dieser Gelegenheit bekamen die Kindergartenkinder auch ein "Feuerwehrmonster", also ein Feuerwehrmann unter Atemschutz, zu sehen, vor dem sie im hoffentlich nie eintretenden Ernstfall keine Angst haben sollen. An einer weiteren Station ging es bei Frank Hinrichs um das Absetzen eines Notrufs. Wie lautet die Notrufnummer, was muss die Feuerwehr wissen? Abschließend durften die Kinder bei Hermann Suhr noch einmal die Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehr bestaunen und sogar selbst mit Wasser spritzen.

Am Freitag sollte es dann ernst werden. Gegen 9.40 meldete die Kindergartenleiterin Silke Hofrichter über den Notruf 112 einen Küchenbrand im Kindergarten und betätigte gleichzeitig den Hausalarm. Mit ihren Betreuerinnen verließen die Kinder anschließend das Gebäude über die Fluchtwege. Die Feuerwehr Seester und der Rettungsdienst des Kreises Pinneberg rückten an. Ein Kind und eine Kindergärtnerin wurden noch im Gebäude vermisst und von den Feuerwehrkameraden unter Atemschutz aus dem Obergeschoss "gerettet", der Küchenbrand von einem weiteren Trupp gelöscht. Glücklicherweise handelte es sich bei diesem Alarm nur um eine Übung, um das am Dienstag gelernte zu vertiefen.

Die Freiwillige Feuerwehr Kurzenmoor-Seester engagiert sich bereits seit vielen Jahren und als eine der ersten Wehren des Landes in der Brandschutzerziehung. Bestand diese in den Anfangsjahren noch aus reinen Alarmübungen in Schule und Kindergarten, so gibt es in Seester seit 10 Jahren drei gewählte und ausgebildete Brandschutzerzieher, die sich der wichtigen Aufgabe der Brandschutzerziehung und -aufklärung überwiegend in der Grundschule und dem evangelischen Kindergarten annehmen.

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